Salix
41 Beiträge | 09 Dezember 2023 - 10:05
Ich hatte mein erstes Handy mit 19 zum Auszug von daheim bekommen, damit ich einmal pro Woche meinen Eltern telefonisch berichten konnte, dass ich noch lebe. Mehr konnte das Handy auch nicht und war ansonsten die ganze Zeit ausgeschaltet. Als es nach 10 (!) Jahren kaputt ging, habe ich mir ein Smartphone gekauft, was damals dann ja schon längst Standard war. Gegen die Nutzung von WhatsApp habe ich mich dann noch mal weitere 4 Jahre gewehrt. Dann habe ich nachgegeben und seitdem hänge ich fast ununterbrochen am Handy für sämtliche private Kommunikation (WhatsApp, Signal, Vinted/Kleiderkorb). Ich könnte heute nicht mehr darauf verzichten. Mit den drei Kindern, die jeweils in vier Vereinen aktiv sind und mir selbst als ehrenamtlich sehr engagierte Person, gibt es ununterbrochen irgendwas zu organisieren und abzusprechen, was in 99 % der Fälle über WhatsApp geschieht.
Mein Handy ist - für heutige Verhältnisse - aber relativ klein und da ich meistens Jeans trage, stecke ich es einfach in eine der hinteren Hosentaschen. Oder jetzt im Winter in die Jackentasche. Eine Handtasche besitze ich nicht.
"Mein Handy ist - für heutige Verhältnisse - aber relativ klein und da ich meistens Jeans trage, stecke ich es einfach in eine der hinteren Hosentaschen. Oder jetzt im Winter in die Jackentasche."
Mein Smartphone ist relativ kompakt.
In die Hintertasche der Jeans passt es natürlich rein, aber das ist mir zu unsicher - da park ich es höchstens mal kurz zwischen. Es so zB durch die Stadt zu transportieren käme mir nicht in den Sinn, da hätte ich Angst dass es beim Laufen rausfällt oder dass es mir jemand unbemerkt aus der Tasche zieht oder dass ich mich unbedacht draufsetze.
Was Jackentaschen angeht: bei einigen meiner Sommer- und Übergangsjacken ist es tatsächlich zu groß für die Taschen (teils deutlich), bei manchen anderen habe ich Bedenken dass es zu schwer ist; bei meinen Winterjacken könnte ich es wohl unterbringen, aber teilweise auch nur sehr suboptimal - bei einer zB ist die Tasche im Brustbereich die am ehesten in Frage kommt, das führt aber dann dazu dass ich quasi ein kleines Brett an die Brust geschnallt habe
Dass ich sonderlich viele soziale Termine koordinieren müsste kann ich nicht behaupten, aber dennoch habe ich mich trotz eigentlichem Widerwillen letztendlich dazu entschlossen WA zu verwenden, weil sonst selbst das wenige bei dem ich involviert bin deutlich verkompliziert würde.
Aber auch in anderen Bereichen wird der Besitz und quasi ständige Mitführung eines Smartphones immer unverzichtbarer.
So ist es zB ein Smartphone mittlerweile zwingend notwendig, wenn man sich Sendungen an eine Packstation liefern lassen. Mich hat es so geärgert dass DHL auch die letzte Ausweichmöglichkeit (Zusenden des Abholcodes via Email) abgeschafft hat, dass ich die Packstation nun gar nicht mehr nutze.
Ich befürchte dass sich das in Zukunft leider noch viel weiter verbreiten wird, in allen möglichen Bereichen.
Und zwar halt nicht nur als Alternative (womit ich mich abfinden könnte oder es teilweise sogar begrüßen würde), sondern zunehmend als einzige Möglichkeit.